Autor Thema: PCO-Syndrom  (Gelesen 17441 mal)

ysommersprosse

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 101
    • Profil anzeigen
PCO-Syndrom
« am: November 05, 2008, 11:20:28 am »
Guten Morgen Zusammen,

ich habe mich Gestern erstmals mit dem PCO Synsdrom auseinander gesetzt. Das ich es habe, weiß ich schon länger, aber irgendwie habe ich mich bisher nicht darum gekümmert.

Für alle, die nicht wissen, was es ist hier die Erklärung so wie ich sie verstanden habe:

PCOS ist die Abkürzung von Polyzystisches Ovarialsyndrom. Die Frauen, die darunter leiden, haben auf Ihren Eierstöcken Zysten, die sich bilden, weil keine reife Eizelle den Eierstock verlässt da ein bestimmtes Hormon entweder fehlt bzw. zu niedrig vorhanden ist oder ein anderes zu dominant ist - krass gesagt sind diese Frauen unfruchtbar, wenn man nicht mit ein paar Medikamenten nachhilft.

Ich habe es schon seit dem ich Teenager bin. Ich nehme seitdem die Pille, weil ich ohne sie meine Periode nicht bekomme. Viele könnten zwar jetzt sagen, dass das ein Segen wäre, aber es ist ziemlich ungesund, wenn die Gebärmutterschleimhaut nicht regelmäßig an- und wieder abschwillt und es verursacht auf Dauer eine Verdickung dieser und das Kinder kriegen wird dadurch noch schwieriger. Außerdem bekomme ich, sobald ich die Pille nicht mehr nehme, viele Pickel, die auch auf das Hormonchaos in meinem Körper zurückzurführen sind. Und man leidet, so auch ich, unter verstärktem Haarwuchs an für Frauen untypischen Stellen wie Kinn oder Oberlippe. Dies wird mit der Pille unter der damit einhergehenden Hormonregulierung gelindert und normalisiert.

Da ich momentan jetzt aktuell noch keine Kinder möchte, ist die Sache durch die Pille erstmal gegessen. Man hat seine Zyklus und alles ist ok. Deswegen habe ich mich in der Vergangenheit auch nicht weiter damit beschäftigt. Aber bin ich 27 und heirate nächstes Jahr und dann möchten wir natürlich auch Kinder - also muss ich mich schon langsam damit auseinander setzen. Zu meiner Beruhgiung gibt es wohl erfolgreiche Therapien, wenn ein Kinderwunsch besteht, wo man durch Hormonpräperate einen Eisprung hervorrufen kann und somit die Chance auf eine Schwangerschaft soweit erhöht, wie es bei einer "normalen" Frau de Fall wäre.

Was mich gewundert hat ist, dass dies "normalerweise" oder meistens vollschlanke Frauen haben. Aber ich bin nicht übergewichtig und war es auch nie; ich hatte lediglich ein paar Pfündchen zuviel auf den Rippen, die weg sollten. Mein Umfeld hat mich immer für paranoid gehalten, wenn ich sagte, dass ich leicht zunehme und wirklich darauf achten muss, was ich esse und wieviel.   :(  Aber jetzt habe ich es schwarz auf weiß: Frauen mit PCOS nehmen schneller zu, da sie KH anders und besser in Fett umwandeln. Man nimmt also schneller zu als andere. Mit der gewichtszunahme wird es dann eigentlich nur schlimmer, da man dann auch gefährdet ist, Diabetis und andere Stoffwechsleerkrankungen zu bekommen. Ganz verstanden habe ich das alles nicht, war sehr medizinisch beschrieben aber auf google kann man unter PCO Syndrom massenhaft Seiten finden, die das Thema behandeln.

Was ich damit sagen wollte ist, dass ich nun weiß, ich bin nicht paranoid und durch das Syndrom leider begünstigt, zuzunehmen! Heißt also, ein Leben lang auf die Linie achten und immer schön viel Sport machen. Ihr werdet nun wahrscheinlich sagen, dass Ihr das sowieso müsst, aber ich finde das schon ziemlich düster!

Meine größte Sorge ist, dass ich keine Kinder kriegen kann. Wie ich zwar schon erwähnt habe, kann man mit Medikamenten schon einiges bewirken aber es gibt keine Garantie und ich habe in diversen Foren gelesen, dass es auch Paare gibt, die schon 1 Jahr und länger auf Nachwuchs warten.
Die vermehrten Haare an Kinn und Oberlippe sowie Beine und Arme sind mir, naja egal nicht, aber das habe ich schon seit dem ich 12 bin und ich rasiere, zupfe und wachse - ich habe mich dran gewöhnt. Die Pickel im Gesicht sind schon eher ein Problem wenn ich die Pille nicht nehme da es sehr lästig ist, aber auch das kann man mit der richtigen Pflege hinkriegen...

Gibt es hier eigentlich jemanden, dem es auch so geht?


Viele Grüße,
ysommesprosse

Aquatara

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 2
    • Profil anzeigen
PCO
« Antwort #1 am: Januar 13, 2009, 21:56:17 pm »
Hallo ysommersprosse,

hab auch PCO....leide unter den selben Problemen wie Du, leider bin ich auch übergewichtig  :cry:
Aber ich habe eine wundervolle Tochter :-)
Kopf hoch und NIE den Mut verlieren.

LG Aqua

PS: schon mal Metformin genommen?

ysommersprosse

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 101
    • Profil anzeigen
PCO-Syndrom
« Antwort #2 am: Januar 15, 2009, 14:57:49 pm »
Hallo Aqua,

Danke für Deine lieben Worte - ich dachte schon ich bin ganz allein damit weil sich dazu niemand geäußert hat...

Was ist Metformin? Hab ich noch nie von gehört? Ist das ein Hormonpräparat?

Das Du eine Tochter hast, macht mir Mut. Hat es bei Dir denn lange gedauert, eh Du schwanger warst?

Viele Grüße,
ysommersprosse

Aquatara

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 2
    • Profil anzeigen
PCO-Syndrom
« Antwort #3 am: Januar 15, 2009, 22:20:24 pm »
Hallo Sommersprosse :-),

nein, Du bist nicht die Einzige :wink:

Also Metformin wird normalerweise eingenommen wenn man am Typ II Diabetes leidet. Aber es gibt gute Ergebnisse bei Frauen mit PCO. Hab hier mal einen Link für dich gepostet.

http://www.wunschkinder.net/aktuell/wissenschaft/pco-syndrom/wirkt-metformin-auch-bei-schlanken-frauen-ohne-insulinresistenz-34/

Da bekommst du mal ein paar Basisinfos. Hab extra was für schlanke Frauen rausgesucht, da Du ja erwähnt hast, dass du nicht übergewichtig bist.

Was meine Schwangerschaft betrifft, da muß ich dich leider enttäuschen. Als ich mit meiner Tochter schwanger wurde, litt ich noch nicht an PCO (ist 15 Jahre her).
Ich hab in der Schwangerschaft sehr zugenommen und es leider nie hinbekommen das Gewicht wieder zu verlieren. Na ja, im Moment arbeite ich daran und es läuft gut, auch wenn es wirklich schwer ist.

Das Übergewicht hängt in meinem Fall mit dem PCO zusammen, bzw. war mehr oder weniger der Auslöser dafür.
Aber ich habe auch mit PCO versucht schwanger zu werden. Es hat zwar nicht funktioniert, aber das lag nicht an mir. Schon im ersten Behandlungszyklus hatte ich einen Eisprung  :D

Ich nahm folgende Medikamente:
Clomifen (zur Eizellreife)
Cortison (gegen die Androgene)
Metformin (gegen PCO allgemein)

Clomifen nimmt man nur an bestimmten Tagen während des Zyklus ein.
Dann wird per Ultraschall geprüft ob eine bzw. mehrere Eizellen reif sind.
Wenn es zuviele Eizellen sind, wird der Arzt aufgrund der Gefahr von Mehrlingen raten enthaltsam zu sein.  :lol:
Da ich die Medikamente aber nur ganz gering dosiert nehmen mußte, hatte ich eine Einzelle und wir haben die Erlaubniss vom Doc bekommen unser übriges zur Zeugung dazu zu tun  :wink:
Leider waren wohl die Soldaten meines Exmannes etwas lahm und es hat nicht funktioniert.
Weil mein Mann dann einen Job in Amerika bekommen hat, haben wir nicht die Möglichkeit gehabt es weiter zu versuchen.
Und nach der Rückkehr hat sich soviel zwischen uns verändert, dass ich mittlerweile geschieden bin.

Aber mach dir bitte nicht zuviel Sorgen. Wie du siehst, hätte es bei mir sogar schon nach einem Behandlungszyklus geklappt wenn bei meinem Mann auch alles gepasst hätte.

Hast du den eine gute Frauenärztin bzw Frauenarzt?
Meine ist ganz toll und kennt sich auf dem Gebiet super aus.
Wenn du mit deinem nicht zufrieden bist, informiere dich doch mal im Web
nach einem Gynäkologen in deiner Umgebung der Erfahrung mit PCO hat.

Ich drück dich und wünsche dir alles gute und ein oder zwei süße Bambini ;-)

LG
Aqua

ysommersprosse

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 101
    • Profil anzeigen
PCO-Syndrom
« Antwort #4 am: Januar 20, 2009, 13:58:11 pm »
Hallo Aquatara,

sorry das ich jetzt erst zurückschreibe, hatte in den letzten 2 Wochen vermehr Stress durch meine Hochzeit  :D

Vielen Dank für Deine lieben Worte und Deinem Zuspruch. Mein Arzt ist auch ziemlich nett. War vorher bei einer Frau, da habe ich mich aber irgendwie nicht gut aufgehoben gefühlt. Sie hatte das festgestellt und mir dann nur gesagt, dass ich, da ich ja momentan noch keine Kinder möchte, da nicht weiter drüber nachdenken soll...naja und dann bin ich halt zu einem andren Arzt - diesmal zwar ein Mann, aber der kümmert sich wenigstens.

Er hat mir auch direkt gesagt, dass ich mir keine Sorgen machen brauche. Ich soll aber in den nächsten Wochen/MOnaten mal zur Blutabnahme vorbeikommen um zu sehen, ob ich begünstigt bin, Diabetes zu bekommen.

Ansonsten meinte er, ich soll mich melden, wenn wir Kinder haben möchten und dann leitet er alles in die Wege.

Mittlerweile ist es auch gar kein so großer Schock mehr für mich, da man mir ja nun gesagt hat, ich wäre nicht unfruchtbar, sondern meine Fortpflanzungsorgane lägen nur im Tiefschlaf  :o

Naja, aber in diesem Jahr werden wir noch keinen Nachwuchs bekommen, ich möchte noch ein wenig mein Leben genießen und mich austoben bezüglich Sport, Arbeit und Reisen.
Nicht das ich denke, mit Kindern wäre das leben vorbei - ganz im Gegenteil, aber Fakt ist, dass ein neuer Abschnitt beginnt und man sich erheblich auf das Neue einstellen muss und jetzt in diesem Moment bin ich dafür noch nicht bereit.

Bis dahin und vielen Danke nochmal!
Yvonne

Tiessa

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
    • Profil anzeigen
Toll ...
« Antwort #5 am: Juli 29, 2009, 22:21:13 pm »
.. dass das Thema hier auch mal auftaucht. Bin auch davon betroffen, und habe auch Angst überhaupt keine Kinder bekommen zu können. Bin allerdings auch übergewichtig. Und meine FÄ meinte, wenn ich abnehme würde sich dass bessern, da dies entweder bei sehr schlanken od. eben übergewichtigen Frauen auftaucht. Aber ansonsten hat die mir gar nicht weitergeholfen muss ich mal sagen. (Ich bin da leider auch etwas unerfahren) Hab sie gefragt  ob bei mir alles "normal" ist, meinte sie nur was wäre denn normal...
Ich dachte man könnte das hormontechnisch bspw. feststellen ob man einen normalen Zyklus hat etc.. aber naja wie  gesagt ich bin da unerfahren. Vllt. weiß ja einer von euch mehr...