Fette wurden in der Vergangenheit von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern häufig verteufelt. Neuere Forschungen ergaben dann allerdings, dass Fette durchaus nicht nur schlecht sind sondern sogar positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Fett hat nämlich einen Einfluss auf die Gehirnfunktion, hilft beim Aufbau von Zellmembranen und ist für die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen unentbehrlich. Es gibt verschiedene Vitamine, die nur durch Fette absorbiert werden können. Allerdings haben einige Fette auch die Eigenschaft, Herzerkrankungen und Schlaganfall zu fördern. Die unterschiedlichen Typen werden jetzt uns im Detail anschauen.

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Studien haben gezeigt, dass die Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren das „schlechte“ Cholesterin senkt. Es finden sich auch Hinweise, dass diese Art von Fett auch den Blutzuckerspiegel günstig beeinflussen kann. Olivenöl, Sesamöl, Avocados und Erdnussbutter enthalten viele dieser ungesättigten Fettsäuren.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Bezüglich der mehrfach ungesättigten Fettsäuren hat man herausgefunden, dass sie das schlechte LDL Cholesterin senken. Zusätzlich können sie das Risiko an einer Herzerkrankung oder einem Schlaganfall zu erkranken reduzieren.

Transfette

Experten sind der Meinung, dass die ungesundeste Art von Fetten, die Transfette sind. Transfette entstehen durch die Hydrierung (wenn flüssige Fette sich in festes Fett verwandeln). Transfette sind in vielen verarbeitenden Lebensmitteln vorhanden. Hier tritt der umgekehrte Effekt ein, wie bei den ungesättigten Fettsäuren. Die Transfette erhöhen den schlechten Cholesterinspiegel (LDL) und vermindern das gute Cholesterol (HDL). Aufgrund dieser Forschungsergebnisse hat die amerikanische FDA empfohlen, sämtliche Transfette bis 2018 in Lebensmitteln zu minimieren.

Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren in der Ernährung sind in der Lage, den gesamten Cholesterinspiegel zu erhöhen, d.h. auch das schlechte Cholesterin (LDL). Einige Berichte jedoch zweifeln daran, ob die Verbindung zwischen gesättigten Fettsäuren und Herzerkrankungen wirklich gegeben ist, wie man einst glaubte. Daher bleibt die aktuelle Empfehlung bestehen, nicht mehr als 10% des täglichen Kalorienbedarfs durch gesättigte Fette aufzunehmen. Gesättigte Fettsäuren findet man in rotem Fleisch, Vollmilchprodukten, Kokosöl und Backwaren.